Strenge Erziehung

Früher hatte meistens der Vater das alleinige Sagen bei der Kindererziehung. Die Mutter musste sich nach der Erziehungsvorstellung des Vaters richten und darauf achten das die von ihm aufgestellten Regeln während seiner Abwesenheit eingehalten wurden. Die Geschichte der strengen Erziehung wird den Kindern heute oft erzählt um ihnen den Unterschied von früher zu heute und wie gut es ihnen geht klarzumachen.

Da Mütter schon immer ein weicheres Herz ihren Kindern gegenüber hatten als Väter, zumindest den Vätern von Früher, haben sie den Kindern oft während der Abwesenheit des Vaters Sachen erlaubt die er nie erlaubt hätte. Aus diesem Grund war die Bindung an die Mutter auch immer stärker, zu ihr hatte man Vertrauen und konnte mit seinen Problemen kommen. Der Vater war der Herrscher in der Familie vor dem jeder Respekt, wenn nicht sogar Angst hatte. Wurden seine Anordnungen nicht ausgeführt musste man mit einer Strafe rechnen.

Die Kinder früher bekamen zur Strafe den Hintern versohlt, mussten ohne Abendbrot zu Bett gehen oder es wurden ihnen noch zusätzliche Arbeiten aufgebürdet. Es gab aber nicht nur Väter die zu streng mit ihren Kindern waren, sondern auch Mütter. Oft lag es daran das es in den Familien zu viele Kinder gab die in einer schwierigen Zeit versorgt werden mussten. Die Eltern hatten, im Gegensatz zu heute, selbst mit Feld oder Garten und Nutztieren so viel Arbeit, das sie sich nicht ausreichend mit ihren Kindern beschäftigen konnten. Die Kinder mussten, sobald sie dazu in der Lage waren Aufgaben der Eltern übernehmen um diese zu entlasten. Ohne strenge Regeln und die damit verbundenen Konsequenzen wäre es nicht möglich gewesen die Arbeit zu bewältigen.