Dammriss

Der Damm ist die Beckenbodenmuskulatur, die sich zwischen der Scheide und dem After befindet. Bei manchen Frauen kann er während des Geburtsvorgangs reißen, weil entweder der Kopf des Babys zu groß ist oder die Muskulatur der Mutter nicht weich und dehnbar genug ist. Früher wurde meistens ein Dammschnitt vorgenommen um das einreißen zu verhindern, heute wird er nur noch selten durchgeführt. Die Hebamme kann durch spezielle Grifftechniken in den meisten Fällen einen Dammriss verhindern.

Beim Dammriss reißt die Scheidenhaut ein, das können Verletzungen des Damms und der Haut am Scheideneingang sein, Einrisse im Damm und des äußeren Afterschließmuskels oder aber auch ein kompletter Dammriss. Nach der Entbindung wird der Dammriss sofort genäht und heilt oft ohne Probleme wieder zu. Zur Unterstützung der Heilung, kann man zweiminütige Sitzbäder nehmen. Wer einen Dammriss hat, wird auch Schmerzen beim Sitzen haben, es ist schwer eine schmerzfreie Sitzposition zu finden. Bis er abgeheilt ist, kann man sich einen elastischen Ring im Sanitätshaus besorgen. Er entlastet das Gewebe beim sitzen, gibt außerdem Schutz sowie Halt und fördert so die Heilung.

Früher wurde der Dammschnitt durchgeführt, dazu wurde mit einer Schere die Geburtsöffnung von der Scheide bis zum Damm erweitert. Heute wird er nur noch durchgeführt, wenn zum Beispiel das Gewebe der Mutter zu straff ist und nicht nachgibt. Da ein Dammriss genauso schnell verheilt wie ein Dammschnitt ist der Dammschnitt für die Mutter nicht von Vorteil. Um den Dammriss oder Dammschnitt zu vermeiden, sollte man schon während der Schwangerschaft den Damm regelmäßig mit Öl massieren. Dadurch wird der Damm gestärkt und das einreißen kann verhindert werden.