Einleitung der Geburt

Bei den meisten Frauen setzen die Wehen von alleine ein. Es kann sein das die Schwangere Wehen hat, die Kontraktionen der Gebärmutter allerdings nicht stark genug sind und die Geburt aus diesem Grund nicht vorangeht. In diesem Fall wird die Geburt durch medizinische Maßnahmen unterstützt und beschleunigt. Die Einleitung der Geburt wird angeordnet wenn das Baby überfällig ist. Das heißt, wenn die Schwangerschaft schon 10 bis 20 Tage über den errechneten Termin besteht und das Baby noch nicht kommen will.

Die Schwangerschaft noch länger hinauszuziehen, bedeutet ein erhöhtes Risiko für das Baby, der Arzt wird die Geburt einleiten und beschleunigen. Auch wenn die Schwangere einen Blasensprung hatte, die Wehen aber nicht zwischen 24 und 72 Stunden einsetzen, wird die Geburt künstlich eingeleitet. Das Infektionsrisiko für das Baby wird in diesem Fall immer größer um so mehr Zeit vergeht. Bei Frauen die an Diabetes leiden wird die Geburt ebenfalls künstlich eingeleitet, da sie ebenfalls zur Risikogruppe gehören.

Falls die Fruchtblase nicht von alleine geplatzt ist, wird sie von der Hebamme gesprengt. Das bereitet der Mutter keine Schmerzen und ist für das Baby ungefährlich. Das ist meistens die erste Maßnahme und wirkt sich stimulierend auf die Wehen aus. Sollte der Muttermund noch nicht reif sein, wird ein Gel oder ein Pessar in die Vagina eingeführt. Diese Mittel lassen den Muttermund reifen und durch diesen Vorgang können die Wehen auch einsetzen. Falls bei all diesen Maßnahmen die Wehen immer noch nicht einsetzen wird die Hebamme einen Wehentropf anlegen. Durch eine Infusion werden Hormone verabreicht und die Wehen eingeleitet.